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26 | 09 | 2017

 

Friedens- und Konfliktforschung - Global Competence eine mögliche Lösung?

Eine Einführung in den Diversity Dialogue Process (Dialogprozess), eine Kommunikationsmethode, die kulturelle Vielfalt als Ressource und als Potential nutzt

(Prof. Dr. K. Matoba, Witten/Herdecke)

 

Funkstation 1:

„Bitte ändern sie Ihren Kurs um 15 Grad nach Süden, um eine Kollision zu vermeiden. Sie fahren direkt auf uns zu, Entfernung 25 nautische Meilen.“

Funkstation 2:

„Wir raten Ihnen, Ihren Kurs um 15 Grad nach Norden zu ändern, um eine Kollision zu vermeiden.“

Funkstation 1:

„Negativ. Wir wiederholen: Ändern sie Ihren Kurs um 15 Grad nach Süden, um eine Kollision zu vermeiden.“

Funkstation 2:

„Ich rate Ihnen nicht, nein, ich befehle Ihnen Ihren Kurs um 15 Grad nach Norden zu ändern!!! Sollten Sie sich nicht daran halten, so sehen wir uns gezwungen, Schritte einzuleiten, um unsere Sicherheit zu garantieren.“

Funkstation 1:

„Negativ! Wir sind ein Leuchtturm.“

 

Wie dieses Beispiel sehr anschaulich macht und wie wir es auch jeden Tag in den unterschiedlichen beruflichen Situationen, in Talkshows, politischen Debatten und manchmal auch in Alltagsgesprächen immer wieder erfahren, zählen in Gesprächen oft nur die eigenen Argumente. Es wird einander nicht zugehört, verhärtete Positionen stehen sich gegenüber und so bleiben Gespräche oft ergebnislos oder können sogar in Konflikte führen, erst recht, wenn sich die verschiedensten Ansichten und Menschen gegenüberstehen. Aber könnte es nicht auch anders sein? Könnte nicht gerade in der Vielfalt an Meinungen, Ansichten und Charakteren – in einem kollektiven Denkprozess – das Potential liegen, zu gemeinsam getragenen, nachhaltigen und belastbaren Lösungen zu kommen?

Durch die Methode des Diversity Dialogue Process wird dieses Ziel erreichbar. Es handelt sich dabei um eine Methode der bewussten Kommunikationsgestaltung, in einer auf Vielfalt ausgerichteten Gruppe, mit eben jenem Ziel, gemeinsam zu denken und zu handeln. Dabei werden Möglichkeiten der Verlangsamung, des aktiven Zuhörens, des authentischen Sprechens und des gegenseitigen Respekts genutzt. Grundlegend dabei ist aber auch das Interesse an den anderen, auch konträren Positionen. Diese Form der Kommunikation will gelernt sein und erfordert Mut und Beständigkeit.

Der Diversity Dialogue ist somit ein Schlüssel zu Kreativität und Verständigung. Sie werden Ihre Gesprächspartner besser verstehen und haben die Chance, auch besser verstanden zu werden. Einmal erlernt, lässt sich diese Methode in viele Bereiche der beruflichen Kommunikation, etwa zur Teambildung, zur Konfliktbewältigung in Firmen und Organisationen, übertragen.

 

Termine:
01.–02. Juli 2017 | Zeit: Sa. 9.00 – 17.00 Uhr und So. 9.00 – 17.00 Uhr

Nächste Fortbildung

Kognitive Dysphasien

07. – 08.10.2017

(Dr. M.-D. Heidler, Brandenburg Klinik, Bernau)

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