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22 | 11 | 2017

 

Kognitive Dysphasien

Theorie, Diagnostik und Therapie nichtaphasischer Sprachstörungen

(Dr. M.-D. Heidler, Berlin)

 

Nichtaphasische zentrale Sprachstörungen (Kognitive Dysphasien) sind im klinischen Alltag sehr häufig, da sie sämtliche Sprachverarbeitungsstörungen umfassen, die bei Schädel-Hirn-Traumata, Hypoxien, Demenzen, Psychosen, Epilepsien oder rechtshemisphärischen Läsionen vorkommen. Ihre Abgrenzung gegenüber Aphasien ist wichtig, da sie eine andere therapeutische Herangehensweise erfordern. Die Fortbildung gibt einen umfassenden Überblick zur Einteilung Kognitiver Dysphasien, zur Diagnostik und Abgrenzung gegenüber Aphasien und zum therapeutischen Management. Zielgruppe sind niedergelassene und klinisch tätige SprachtherapeutInnen, die mit der Behandlung von PatientInnen konfrontiert sind, deren Störungen zwar „nichtaphasisch“ sind, die aber dennoch in ihrer Kommunikation beeinträchtigt sind.

Kognitive Dysphasien können unterschiedlich eingeteilt werden: Entweder im Hinblick auf die verursachenden kognitiven Beeinträchtigungen (Exekutiv-, Aufmerksamkeits- oder Gedächtnisstörungen) oder die zugrunde liegenden Erkrankungen (z.B. Demenzen, Korsakow-Psychosen, Hypoxien etc.). Diese Einteilungsmöglichkeiten werden umfassend dargestellt, mit dem Ziel, Kognitive Dysphasien sicher von Aphasien abgrenzen zu können. Als weitere Unterscheidungsmöglichkeit wird ein Screening vorgestellt, mit dem sprachverarbeitungsrelevante kognitive Leistungen (Exekutiv-, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisfunktionen) erfasst werden können und das als Basis für die Planung einer zielgerichteten Therapie genutzt werden kann.

Des Weiteren werden therapeutische Konsequenzen einer Differenzialdiagnostik zwischen PatientInnen mit Aphasie und Kognitiver Dysphasie sowie spezifische Herangehensweisen besprochen. Diskutiert wird unter anderem, welche therapielimitierenden Faktoren bei schweren Hirnschädigungen bestehen und unter welchen Umständen restituierend (symptomorientiert) oder kompetenzerhaltend (umgekehrt-symptomorientiert) vorgegangen werden sollte. Für beide Vorgehensweisen werden zahlreiche Beispiele und Übungsmöglichkeiten aufgezeigt, zudem sollen die Teilnehmenden anhand von Video- und Fallbeispielen selbständig und in Gruppenarbeit Möglichkeiten einer kognitiv ausgerichteten Sprachtherapie (KAS) erarbeiten.

 

Termine:
07.–08. Oktober 2017 | Zeit: Sa. 9.00 – 17.00 Uhr und So. 9.00 – 17.00 Uhr

06.–07. Oktober 2018 | Zeit: Sa. 9.00 – 17.00 Uhr und So. 9.00 – 17.00 Uhr

Nächste Fortbildung

Rhetorik für Frauen – Hierarchie. Männer. Überzeugen.

25. – 26.11.2017

(K. Köhler, K&S Kommunikationsberatung, Berlin / F. Morawski, M. A., Oberhausen)

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